Aromatherapie

Aromatherapie ist ein Teil der Phytotherapie, der Pflanzenheilkunde. Mithilfe reiner ätherischer Öle werden Selbstheilungskräfte geweckt und das Immunsystem gestärkt. Die Aromatherapie macht immer mehr von sich reden und findet zunehmend in Kliniken Verwendung.


Was sind ätherische Öle?

Ätherische Öle, die auch als Duftstoffe der Pflanzen bezeichnet werden, sind Kohlenwasserstoffverbindungen, die die Pflanze aus Licht, Wasser, Erde und Luft, also den vier Elementen unserer Welt erzeugt. Die Pflanze benötigt ihre Duftstoffe unter anderem auch als Lockmittel, um die Insekten zur Bestäubung anzulocken oder um Tiere davon abzuhalten sie zu fressen, ehe ihre Blüten zur Fortpflanzung reif sind.

Haben Sie schon einmal auf der Weide beobachtet, wie z.B. eine Kuh oder eine Ziege bestimmte Pflanzen unberührt lässt, weil sie ihr vermutlich nicht schmecken? Pflanzen senden nicht nur angenehme Düfte aus, sondern produzieren auch Bitterstoffe, die sie ungenießbar machen.

Nicht nur Pflanzen, sondern auch Menschen und Tiere produzieren Duftstoffe. Diese Stoffe benötigen die Tiere zur Kommunikation miteinander. Man nennt sie Pheromone oder Dufthormone.

Die faszinierende Welt der Gerüche

Nehmen Sie teil an der faszinierenden Welt der Gerüche und der Vielfalt der Natur. Lernen Sie die eindrucksvollen Wirkungsweisen der ätherischen Öle von Rose, Lavendel, Salbei und etwa weiteren 70 Pflanzenölen kennen.

Ätherische Öle lenken nicht vom Geschehen ab, vielmehr helfen sie es wahrnehmen. Sie hüllen so manches schmerzliche oder betrübende Lebensthema in duftende Farben und Wolken.

Eingearbeitet in naturbelassenen hochwertigen Trägersubstanzen stehen hilfreiche Hautpflegeprodukte und Heilsalben für das ganze Leben zur Verfügung. Solche Trägersubstanzen können beispielsweise Aprikosenkernöl, Wildrosenöl, Sheabutter, Wollfett und Bienenwachs sein.

Wirkungsweise der Aromatherapie

Aromatherapie wirkt sowohl über das menschliche Riechsystem, als auch über die Haut. Die Wirkstoffe der genuinen Öle können gänzlich verstoffwechselt werden. Unser Körper kann sie also im Rahmen des natürlichen Stoffwechsels so umwandeln, dass er sie verwenden kann.

Es ist bekannt, dass der Riechsinn im Mutterleib als Erstes entwickelt ist und der Embryo bereits einige Wochen nach der Zeugung im Mutterleib Geruch wahrnehmen kann. Unser Riechsystem ist fähig binnen hundertstel Sekunden ein Duftmolekül zu identifizieren, noch ehe wir wahrnehmen, dass uns ein Duft umgibt. Der Geruchssinn kann etwa 400 000 verschiedene Gerüche in milliardenfacher Verdünnung identifizieren. Viele davon kann unser Bewusstsein registrieren, unzählige werden dagegen unbewusst wahrgenommen und weiterverarbeitet.

In unserem Kopf wird durch die Aktivierung von Botenstoffen ein Signal in den unterschiedlichsten Hirnzentren ausgelöst. Übrigens: Jene Hirnbereiche, die für unsere Sinnesorgane zuständig sind, können nicht von unserem Großhirn, dem Verstand, kontrolliert werden, zumindest was erste, unbewusste Sinneseindrücke angeht. Unser zentrales Nervensystem sowie unsere Hormondrüsen funktioniern tatsächlich unabhängig vom Verstand, können durch Duftbotschaften reguliert und beeinflusst werden können.

Anwendung der Aromatherapie

Zur Anwendung kommt Aromatherapie über die Duftlampe, das Körper- oder Massageöl, sowie das Aromabad.

Der Einsatz einer Duftlampe eignet sich immer dann, wenn unverfängliche Düfte im Raum sein dürfen. Wird die Lampe dagegen zu therapeutischen Zwecken verwendet, sollten Sie bedenken, dass das ätherische Öl auf alle anwesenden Personen einwirkt. Elektrische Zerstäuber oder Duftsteine können wie Duftlampen benutzt werden.

Ein Körperöl mit reinen ätherischen Ölen duftet nicht nur schön, sondern ist eines der besten Mittel, um eine aromatherapeutische Wirkung zu erzielen. Zur aktiven Körperzuwendung kommt nämlich noch der Vorteil, dass die ätherischen Öle aufgrund ihrer hohen Fettfreundlichkeit zu Körperfetten (dies wird in der Fachsprache als »lipophil« bezeichnet) einen schnellen und direkten Weg in den Organismus finden.

Die Anwendung von Massageölen erfolgt entsprechend den Bedürfnissen oder Beschwerden idealerweise immer auf dem warmen Körper. Sie werden nur so lange für therapeutische Zwecke eingesetzt, wie die Notwendigkeit hierzu besteht, da diese Mischungen immer einen höheren Anteil an ätherischen Ölen enthalten.

Eine sehr wohltuende und auch wirkungsvolle aromatherapeutische Anwendung ist das Baden mit ätherischen Ölen. Der Vorteil dabei ist, dass die gesamte Hautoberfläche die Wirkung des ätherischen Öls aufnehmen kann und wir uns auch geistig ganz dem angestrebten Thema der Behandlung widmen können, denn in der Badewanne müssen alle anderen Alltags- oder Berufsprobleme »draußen« bleiben.

Eine schöne und wirksame Methode der Anwendung von ätherischen Ölen ist die Sauna. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, in den Genuss der hilfreichen Düfte zu kommen. Die bekannteste ist sicherlich der Saunaaufguss, weniger verbreitete Varianten sind die Saunaduft-Wasserschale oder der Duftsand. Fast unbekannt, aber dennoch auch in der öffentlichen Sauna anwendbar, ist die Einölung vor oder in der Sauna.

Eine Waschung mit ätherischen Ölen kann vor allem bei kranken Menschen angewendet werden, die das Bett nicht oder nur kurz verlassen dürfen.

Eine sehr hilfreiche und heilsame Anwendung insbesondere bei Erkältungskrankheiten sind Wickel und Auflagen, deren Wirkung sich mit ätherischen Ölen ergänzen und verstärken lässt.

Aber auch als Duftparfüm können die Wirkstoffe von Aromatherapeuthischen Mischungen mit einfachster Anwendung aufgenommen werden. Sie können jedes ätherische Öl benutzen, um Ihren Lieblingsduft zu zaubern. Von einem Duftparfüm wird immer nur ein Tropfen hinter dem Ohr, in der Brustfalte, im Pulsbereich am Handgelenk oder in der Armbeuge  aufgetragen.

Ob klinische Anwendung oder Nutzung der Naturkraft für das eigenen Wohlbefinden , das alles ist möglich.

Welche Wirkung die einzelnen ätherischen Öle besitzen erfahren Sie in unseren Büchern.



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